Mitten durch Deutschland zieht sich ein 1400 Kilometer langer Geländestreifen, der heute als „Grünes Band“ bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um die ehemalige deutsch-deutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Er existierte seit dem Jahr 1961 als die DDR ihre Grenzen abriegelte und auch die Berliner Mauer errichtete. Als Grenzsicherung baute die DDR einen 10 Meter breiten Kontrollstreifen hinter der eigentlichen Grenze, gefolgt von einem mehrere hundert Meter breiten Schutzstreifen und einer Sperrzone, die meist 5 Kilometer ins Landesinnere reichte. Der Kontrollstreifen wurde später auch Todesstreifen genannte, da hier die stärksten Vorkehrungen getroffen wurden, um „Republikflüchtlinge“ von der Ausreise aus der DDR abzuhalten. So war dieser Bereich bis 1983 vermint und sogar mit Selbstschussanlangen ausgestattet.
Am Beginn des Schutzstreifens verlief der so genannte Kolonnenweg, ein befestigter Weg für die Grenztruppen der DDR. Als grünes Band wird heute meist der Bereich zwischen diesem Kolonnenweg und der eigentlichen Grenze bezeichnet.
Bereits 1989 kamen erste Ideen auf, diese Grenzgrundstücke zu Schutzgebieten zu machen. Nach der Deutschen Wiedervereinigung war es besonders das Land Thüringen, dass sich für den Erhalt stark machte, da Thüringen über den längsten Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze verfügt. Durch die jahrelange Vernachlässigung hatte sich auf dem grenznahen Gelände eine einzigartige Tier- und Pflanzenvielfalt entwickelt. Inzwischen sind weite Teile des Grünen Bandes entweder als Naturschutzgebiet oder als FFH-Gebiet ausgewiesen. Dazu wurde die Tier- und Pflanzenwelt aufwendig erfasst. Dabei wurden auch Arten entdeckt, die bereits für Ausgestorben gehalten wurden.
Auch unter touristischen Gesichtspunkten ist das Grüne Band interessant. So lässt sich dieser Grüngürtel hervorragend erwandern, verschiedene Anbieter haben dazu bereits Angebote im Programm. Das reizvolle am Grünen Band ist besonders der Verlauf durch gänzlich unterschiedliche Landschaften, wie Brachflächen, Wälder und Bergrücken.
Als Teil des Grünen Bandes Europa ist das deutsche Grüne Band inzwischen Teil eines europäischen Naturschutzprojektes.
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Das grüne Band
Dienstag, 15. März 2011Der Höhenwanderweg Rennsteig
Montag, 15. Oktober 2007Sollten Sie den Thüringer Wald im Mittelgebirge Deutschlands besuchen, dann erwartet Sie hier eine große Anzahl von landschaftlichen Besonderheiten. Eine wahre Touristenattraktion ist im Thüringer Wald der Höhenwanderweg Rennsteig. Dieser beträgt 168 Kilometer und startet am Kamm des Waldes, von Hörschel, welche an der Werra liegt, bis nach Blankenstein an der Saale. Seit 1973 findet jedes Jahr, Mitte Mai, das Rennsteiglauf statt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der botanische Garten in Oberhof. Dieses Naturdenkmal befindet sich am Südostrand der Stadt, nahe dem 868 Meter hohen Pfanntalskopf. Hier können Sie eine traumhafte Gebirgsflora bestaunen. Der Botanische Garten hat eine Fläche von sieben Hektar und bietet einen Überblick über 400 wunderschönen Pflanzenarten aus verschiedenen Gebirgsregionen der Welt. Ein beliebtes Urlaubsziel in dem Thüringer Wald ist die Stadt Suhl. Hier werden Sie auf einen hervorragenden Kulturtourismus stoßen. Sehenswert ist einmal die Pfarrkirche St. Ulrich, welche aus dem Jahre 1116 stammt und beherbergt ein bedeutendes Sakramenthäuschen, das im spätgotischen Stil gebaut wurde. Sollten Sie in ihrem Urlaub reichlich Zeit haben, dann besuchen Sie noch das Waffenmuseum. Dieses befindet sich in dem historischen Malzhaus, welches 1663 errichtet wurde. Der Thüringer Wald schenkt Ihnen einen unvergesslichen Urlaub.
Aber auch die nähere Umgebung, wie z.B. die Rhön, ein Mittelgebirge das an die Bundesländer Thüringen, Hessen und Bayern grenzt, ist ein lohnendes Ausflugsziel.